Evakuierung nach Gasaustritt

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Einsatzort Details

Ritterbüschel
Datum 08.11.2025
Alarmierungszeit 09:37 Uhr
Einsatzende 12:42 Uhr
Einsatzdauer 3 Std. 5 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Löschzug Lachen-Speyerdorf
Löschgruppe Duttweiler
Löschgruppe Geinsheim
Gefahrstoffzug
Facheinheit IuK
Versorgungszug
Schnelleinsatzgruppe - SEG
Technische Hilfe

Einsatzbericht

Gegen 09:37 Uhr am Samstagmorgen (08.11.2025) lösten Baggerarbeiten an einem Wohnhaus im Ritterbüschel im Ortsteil Lachen-Speyerdorf einen Großalarm der Rettungskräfte aus. Bei den Baggerarbeiten wurde eine Gasanschlussleitung beschädigt, sodass Gas unkontrolliert ausströmte. Neben den bereits alarmierten Rettungskräften verständigte der diensthabende Disponent in der Feuerwehreinsatzzentrale den Bereitschaftsdienst des örtlichen Energieversorgers. Die Feuerwehr arbeitete der Einsatz nach GAMS ab und sperrte die Umgebung der Leckage großräumig über fünfzig Meter ab. Die dortigen Bewohner mussten während des Einsatzes evakuiert werden. Von den einundzwanzig evakuierten Personen kamen dreizehn in ein beheiztes Zelt, welches auf dem Parkplatz einer Baumschule aufgebaut war und wurden von der neugegründeten Schnelleinsatzgruppe (SEG) betreut. Zwei nicht gehfähige Personen holten Feuerwehr und Rettungsdienst aus ihrer Wohnung. Sie wurden vom Rettungsdienst versorgt. Parallel zu den Evakuierungsmaßnahmen stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher und die Facheinheit Gefahrstoffe führte ständig Messungen in und außerhalb der Wohnungen des Sperrgebietes durch. In der Zwischenzeit sicherten Mitarbeiter des Energieversorgers die Leckage und nahmen das betroffene Gebäude vom Netz. Hierzu mussten auch Häuser in der Nachbarschaft vom Netz genommen werden. Um an die Leckage zu gelangen, musste eine Tiefbaufirma des Energieversorgers die defekte Leitung freilegen. Danach wurde der Anschluss getrennt und gesichert, sodass kein Gas mehr austreten kann. Gegen 11:00 Uhr, nachdem alle Messungen negativ waren, konnten die Bewohner, außer an dem betroffenen Gebäude wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Mitglieder der SEG-Betreuung begleiteten die Personen in ihre Wohnungen, öffneten wieder die Gasabsperrhähne und schauten, dass alles sicher ist. Markus Schuler, Fachbereichsleiter Rohrnetze, Gasregelanlagen und Bäder bei den Stadtwerken, lobte die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte „alle haben schnell reagiert und konnten den Schaden schnell eingrenzen“. Herr Schuler betont ausdrücklich, dass man vor solchen Arbeiten eine Planauskunft beim Versorger einholen sollte, um zu sehen, wo Leitungen für Strom, Gas und Wasser laufen. Dort dürfe dann nur in Handarbeit gegraben werden.

Im Einsatz standen die Feuerwehr, der Rettungsdienst, die Abschnittsleitung Gesundheit (Leitender Notarzt, organisatorischer Leiter), die Polizei, die SEG-Betreuung, Transport und Gesundheit, der Energieversorger und eine Tiefbaufirma.

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder