Brand im Dachgeschoß

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Einsatzort Details

Mittelgasse
Datum 03.03.2023
Alarmierungszeit 07:42 Uhr
Einsatzende 09:48 Uhr
Einsatzdauer 2 Std. 6 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Stadtmitte 1
Stadtmitte 2
Medienteam
Brandeinsatz

Einsatzbericht

 

Kurz vor 07:45 Uhr am Freitagmorgen wurden die Rettungskräfte erneut in die Mittelgasse alarmiert. Trotz intensiver Kontrolle des Brandortes am Donnerstagabend bemerkte die Mieterin, am Freitagmorgen erneut sichtbare Flammen aus dem Dach. Bei der Erkundung stellte der Einsatzleiter fest, dass die Flammen aus der Giebelwand des Nachbargebäudes kommen. Aufgrund der Altstadtbebauung und der Gefahr eines ausdehnenden Dachstuhlbrands ließ der Einsatzleiter weitere Kräfte nachalarmieren. Über tragbare Leitern wurden die Ziegel an der Giebelwand, durch eine Einsatzgruppe unter Atemschutz und einem handgeführten Strahlrohr entfernt, um an die Brandstelle zu gelangen. Parallel ging ein Trupp unter Atemschutz in die betroffene Wohnung und evakuierte die Bewohner incl. der Haustiere. Ebenso ließ der Einsatzleiter die Giebelwand von innen öffnen, um an den Balken heranzukommen. Der Balken ist während der Freilegung immer nachgelöscht worden. Über ein Hubrettungsfahrzeug stand eine Besatzung mit einem weiteren Strahlrohr in Bereitstellung. Diese Arbeiten waren langwierig und zogen sich einige Zeit hin. Da der betroffene Balken durch das Feuer beschädigt war, sind ein Statiker sowie das städtische Bauamt nachgefordert worden. Nach der Begutachtung durch den Statiker ließ dieser ein Balkenersatzstück von einem Zimmermann anfertigen und einbauen. Allerwahrscheinlichkeit hat sich ein Glutfunken, vom Brand des Vorabends in den Balken gefressen was durch die Verbauung des Balkens nicht erkennbar bzw. auch nicht mit einer Wärmebildkamera zu detektieren war. Durch den massiven Personaleinsatz und des umsichtigen handeln konnte größerer Brandschaden in der Altstadt verhindert werden. Die Löschwasserversorgung stellte die Feuerwehr über Tanklöschfahrzeuge und Unterflurhydranten sicher. Im Einsatz standen 50 Einsatzkräfte mit zwölf Fahrzeugen, der Regelrettungsdienst mit einem Rettungswagen, die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes welche den Regelrettungsdienst aus dem Einsatz herauslösten, die Polizei, ein Statiker, die städtische Bauordnung sowie eine Mitarbeiterin des Vorbeugenden Brandschutz. Auch der Oberbürgermeister machte sich vor Ort ein Bild von dem Einsatz.

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder