Waldbrand

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Einsatzort Details

Gimmeldingen
Datum 26.03.2022
Alarmierungszeit 19:36 Uhr
Einsatzende 03:00 Uhr
Einsatzdauer 6 Std. 24 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Stadtmitte 2
Löschzug Mußbach
Löschgruppe Gimmeldingen
Löschgruppe Königsbach
Facheinheit IuK
Brandeinsatz

Einsatzbericht

 

Ein Waldbrand auf dem Kamm des „Plattenberg“ in der Gemarkung Gimmeldingen beschäftigte die Feuerwehr bis gegen 03:00 Uhr (Sommerzeit) in den frühen Morgenstunden des Sonntages. Die Kräfte aus Gimmeldingen konnten vom Gerätehaus im Tiefenweg den Feuerschein auf dem Kamm des Bergs erkennen. Eine schnelle Zufahrt über die Looganlage war wegen zu gewucherten Waldwegen nur mit dem Geländemotorrad und nicht mit Feuerwehrfahrzeugen möglich. Diese konnten nur über die Klausenkapelle in Königsbach zur Einsatzstelle gelangen. Beim Eintreffen des örtlichen Gruppenführers mit dem Motorrad stand eine Fläche von ca. 250 – 300 m² in Brand. Bis die ersten Einsatzkräfte mit Waldbrandhacken und Waldbrandrucksäcken vor Ort waren, hatte sich das Feuer auf eine Fläche von über 600m² ausgebreitet und drohte auf die Bäume überzugreifen. Mit Mannpower konnte ein Überspringen über einen Wanderweg und ein weiteres Ausbreiten verhindert werden. Oberhalb der Brandstelle an einem Stichweg, welcher mit Einsatzfahrzeugen noch befahrbar war, musste eine 300 Meter lange B-Schlauchleitung den Berg runter verlegt werden. Über Verteiler reduzierte die Feuerwehr auf D-Schlauchleitungen runter. Diese Schlauchleitungen sind einfacher in der Handhabung und man verbraucht nicht unnötig Löschwasser. Die Wasserversorgung stellten die Einsatzkräfte mit zwei Tanklöschfahrzeugen aus dem Ortsgebiet sicher und brachten diese zum Pufferfahrzeug des Tanklöschfahrzeugs 4000. Nachdem die Flammen niedergedrückt waren, musste der verbrannte Waldboden mit Waldbrandhacken aufgerissen und weiter abgelöscht werden. Mit der Wärmebildkamera ließ der Abschnittsleiter die Brandstelle ständig kontrollieren. Diese Arbeiten waren sehr zeitintensiv. Hierzu mussten die Kräfte öfters ausgetauscht werden. Zur Auffindung, sowie Begutachtung der Brandstelle unterstützte die Polizei mit einem Polizeihubschrauber die Feuerwehr. Koordiniert hatte die Feuerwehr den Einsatz über zwei Abschnitte im Wald, je eine an der Brandstelle und an der Wasserübergabestelle. Die Gesamtkoordination lief über den Einsatzleitwagen welcher am Gerätehaus in Gimmeldingen stationiert war. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte ließ der Einsatzleiter die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Kleinalarm des Roten Kreuzes nachalarmieren. Zur Brandursache können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei war in der Nacht noch an der Brandstelle und hat die Ermittlungen aufgenommen. Bis zur Brandnachschau am späten Sonntagmorgen blieben die Versorgungsleitungen vor Ort liegen, um bei einem eventuellen aufflammen der Brandstelle schnell gegenzusteuern. Im Einsatz standen 92 Kräfte der Feuerwehr mit 17 Einsatzfahrzeugen, die Polizei mit zwei Funkstreifenfahrzeugen, Polizeihubschrauber, Abschnitt Gesundheit (Leitender Notarzt, organisatorischer Leiter) sowie der SEG Kleinalarm des Deutsches Rotes Kreuz Ortsverband Neustadt mit drei Fahrzeugen und sechs Einsatzkräften.

 

sonstige Informationen

Einsatzbilder