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Großübung „Waldbrand“ am Stabenberg - Über 130 Einsatzkräfte üben für den Ernstfall
Vier Wochen ohne nennenswerten Niederschlag, durchschnittliche Temperaturen von über 22 °C, leichter Westwind und Waldbrandgefahrenstufe 5 – höchste Alarmstufe.
Dies war das realitätsnahe Ausgangsszenario der groß angelegten Übung „Waldbrand“ des Brand- und Katastrophenschutzes Neustadt an der Weinstraße.
Angenommen wurde ein großer Waldbrand am Stabenberg, oberhalb von Gimmeldingen und Königsbach, der sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der Wetterlage dynamisch ausbreitet. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen, die besonderen taktischen Herausforderungen eines Vegetationsbrandes sowie die schnelle, koordinierte und wirkungsvolle Eindämmung und Bekämpfung eines großflächigen Waldbrandes unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.
Der Übungsalarm erfolgte um 18:40 Uhr. Wie im Realfall wurden die alarmierten Kräfte unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten an die Einsatzstelle entsandt. Im Verlauf der Übung arbeiteten die eingesetzten Organisationen eng zusammen, um eine komplexe und dynamische Einsatzlage unter realistischen Bedingungen abzuarbeiten.

Insgesamt waren über 130 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt. Eingebunden waren Kräfte der Feuerwehr Neustadt an der Weinstraße, des Technischen Hilfswerks (THW), der Polizei, der Stadtverwaltung Neustadt, die Informations- und Kommunikationsgruppe (IuK), das Medienteam sowie die Technische Einsatzleitung (TEL).
Die TEL hat sich zur Übung im Gerätehaus Gimmeldingen eingerichtet. Von hier wurden die Einheiten koordiniert, Einsatzabschnitte zugeteilt und das Lagebild aktualisiert. Darüber hinaus erfolgte die operative Abstimmung mit weiteren Behörden und Organisationen. Beispielsweise der Polizei und den Stadtwerken.
Im Mittelpunkt der Übung standen insbesondere die Zusammenarbeit mehrerer Organisationen, die Führung und Koordination größerer Einsatzabschnitte, die Kommunikation zwischen den Führungsstrukturen, die Wasserversorgung in schwierigem Gelände, die Logistik bei Vegetationsbränden sowie das taktische Vorgehen bei einem sich dynamisch entwickelnden Waldbrand.


Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Sicherstellung der Löschwasserversorgung im unwegsamen Gelände des Stabenbergs. Da bei Wald- und Vegetationsbränden eine ausreichende Wasserversorgung oftmals eine der größten Herausforderungen darstellt, wurde unter realistischen Bedingungen auch die Anforderung privater Wassertransporte geübt.
Unter Polizeibegleitung erfolgte der Transport von insgesamt rund 32.000 Litern Wasser, welche im Pendelverkehr in drei Tankbewegungen dem Einsatzraum zugeführt wurden.

Darüber hinaus wurden die neu geschaffenen Aufstell- und Ausweichflächen im Übungsraum, die Einsatzmöglichkeiten der vorhandenen Waldbrandausrüstung, die Abläufe nach AEP Waldbrand sowie die Kommunikations- und Führungswege intensiv erprobt.
Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Trockenperioden und steigender Waldbrandgefahren gewinnen entsprechende Einsatzszenarien zunehmend an Bedeutung. Solche praxisnahen Großübungen leisten einen wichtigen Beitrag, um Abläufe zu festigen, organisationsübergreifende Zusammenarbeit weiter zu stärken und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern.
Begleitend zur Übung wurde in Echtzeit eine kurze Presseinformation über die sozialen Medien veröffentlich, um die Bevölkerung über den Übungsstatus zu informieren und auf das erhöhte Einsatzaufkommen im Bereich Stabenberg, Gimmeldingen und Königsbach hinzuweisen.

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften, Organisatoren, Beobachtern sowie den unterstützenden Stellen, die zum Gelingen dieser umfangreichen Übung beigetragen haben.
Zum Abschluss der Übung galt ein besonderer Dank den beteiligten Ortsgemeinden und Unterstützern. Die Ortsvorsteher von Gimmeldingen und Mußbach, die Ortsvorsteherin von Königsbach, der Königsbacher Ortsbeirat sowie Dirk Herber, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, begleiteten die Übung und unterstützten den gemeinsamen Ausklang. Nach Übungsende wurden die Einsatzkräfte zu einer Stärkung mit Speisen und Getränken eingeladen – eine willkommene Gelegenheit, den intensiven Übungsabend kameradschaftlich ausklingen zu lassen und erste Eindrücke unmittelbar auszutauschen.
An der Übung beteiligt waren unter anderem:
- Ausrückbereich Nord
(Löschzug Mußbach, Löschgruppe Königsbach, Löschgruppe Gimmeldingen), - Löschzug 1,
- Löschgruppe Haardt,
- Löschzug Süd,
- Löschzug Lachen-Speyerdorf und
- Löschgruppe Geinsheim
Text: Michael Mathäß, Bilder: Medienteam Feuerwehr Neustadt






